Green IT & IT-for-Green-Workshop Osnabrück

Am 3. März 2010 kamen in der OsnabrückHalle Fachleute aus Wirtschaft und Wissenschaft zusammen, um gemeinsam die Anforderungen für Betriebliche Umweltinformationssysteme der nächsten Generation zu diskutieren. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Fachgebiet Unternehmensrechnung und Wirtschaftsinformatik der Universität Osnabrück sowie der ecco ecology + communication Unternehmensberatung GmbH. Die in jüngster Zeit immer stärker werdende Forderung nach Green IT, d.h. die umwelt- und ressourcenschonende Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologie über deren gesamten Lebenszyklus hinweg, hat in der Praxis bereits große Aufmerksamkeit erfahren. Umso mehr verwundert es, dass der Ansatz, die IT für eine in allen betrieblichen Funktionsbereichen nachhaltige und umweltgerechte Entwicklung der Unternehmen einzusetzen (IT-for-Green), derzeit noch nicht in vollem Umfang genutzt wird. Dabei stecken gerade im Bereich der nachhaltigen Unternehmensentwicklung große Potenziale zur Reduzierung von Kosten durch die Verringerung von Material- und Energieeinsatz. Ziel des Workshops in der OsnabrückHalle war es daher, konkrete Anforderungen an neue Betriebliche Umweltinformationssysteme im Rahmen eines „World Cafés" zu erarbeiten. Das „World-Café" ist eine innovative Dialog- und Workshop-Methode mit der das gemeinsame Wissen der TeilnehmerInnen erarbeitet und für neue Perspektiven und Handlungsoptionen nutzbar gemacht werden kann. Unternehmen und Forschern wurde so die Möglichkeit gegeben, in einen für beide Seiten produktiven Dialog zu treten und sich über die Schwerpunktthemen "Material- und Energieeffizienz", Green Logistics", "Green IT", sowie "Nachhaltigkeitsberichterstattung" intensiv auszutauschen.

 

Vorträge

Im Rahmen des Workshops wurden die folgenden Fachvorträge angeboten:


Ergebnisse

Das Ziel der Workshops war es, die Erfahrungen und Wünsche der Workshop-Teilnehmer in Bezug auf das betriebliche Umweltmanagement aufzunehmen und daraus weiteren Handlungs- und Forschungsbedarf zu erkennen.

So zeigte sich aus Unternehmenssicht die Notwendigkeit einer Kombination aus Software, der dahinter liegenden Infrastruktur und der Einbindung in die Unternehmensorganisation zur Entscheidungsunterstützung bei Nachhaltigkeitsfragen und Fragen des strategischen Umweltmanagements. Die Unternehmen benötigen Unterstützung bei der Entscheidung für eine geeignete Software, der Wahl des richtigen Abstraktionslevels sowie bei der Auswahl und Anwendung der richtigen Standards und Indikatorsätze für die verschiedenen Teilgebiete des Umweltmanagements. Weiterhin hat der Workshop gezeigt, dass BUIS-Software nicht nur operative Tätigkeiten unterstützen darf, sondern auch bei strategischen Fragestellungen (Simulationen, Szenario-Analysen, Potentialanalysen, nachhaltiger Produktentwicklung, Mehrzielentscheidung, etc.) Hilfestellung bieten sollte.

Ein BUIS der neuen Generation (BUIS 2.0) muss es laut der Teilnehmer des Workshops ermöglichen, die Ausgestaltung von Aufbau- und Ablauforganisation der Unternehmen abzubilden. Eine Herausforderung, die überdies mehrheitlich von den Teilnehmern als ausschlaggebend für den Erfolg der Einführung eines BUIS genannt wurde, ist seine Integration in bestehende operative und dispositive Software-Insellösungen, um im Arbeitsalltag benötigte Informationen zur nachhaltigkeitsorientierten Auswertung allen Mitarbeitern ad-hoc verfügbar zu machen und durch aussagekräftige Nachhaltigkeitsberichte die Findung operativer und strategischer Entscheidungen zu unterstützen. Die Nachvollziehbarkeit der Ergebnisfindung muss dabei gewährleistet sein - so klagten zahlreiche Teilnehmer darüber, dass das Zustandekommen aggregierter Kennzahlen derzeit häufig nicht transparent ist. Daher forderten die Teilnehmer von einem BUIS der neuen Generation, dass es Benutzereingaben validiert und Plausibilitätschecks in Anbetracht der Anwendungsdomäne automatisch durchführt. Was die IT-Architektur eines BUIS betrifft, so wurde von den Teilnehmern der Wunsch nach einem skalierbaren, modularen Aufbau laut, was auf die unterschiedlichen operativen Systeme und auf unternehmensspezifische Anforderungen an BUIS zurückzuführen ist.


Fotos

Für Impressionen des Workshops besuchen Sie bitte unsere Bildergalerie.

 

Haben Sie Fragen oder Anmerkungen? Kontaktieren Sie uns unter This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it .

 

Kontakt:

Prof. Dr. Frank Teuteberg
Universität Osnabrück
Fachgebiet Unternehmensrechnung und
Wirtschaftsinformatik
Katharinenstr. 1
49069 Osnabrück

Tel.: +49 (0)541 969 4961
E-Mail: This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it

 

Prof. Dr.-Ing. Jorge Marx Gómez
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Fakultät II - Department für Informatik
Abt. Wirtschaftsinformatik I / VLBA
Ammerländer Heerstr. 114-118
26129 Oldenburg

Tel. +49 (0) 441 798 4470
E-Mail: This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it